Strahlenschutz

Der betriebsärztliche Dienst ist für die Durchführung der arbeitsmedizinischen Vorsorge im Strahlenschutz in der Universität und der Universitätsmedizin Göttingen zuständig.

Fünf der sechs Ärztinnen und Ärzte des Betriebsärztlichen Dienstes haben die zur Durchführung der arbeitsmedizinischen Vorsorge beruflich strahlenexponierter Personen erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz nach § 41 RöV und § 64 StrSchV – und damit eine ausgewiesene Kompetenz im Strahlenschutz erworben. Sie bieten Untersuchungen und Beratungen zu allen Fragen der beruflichen Strahlenexposition an.

Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen im Strahlenschutz nach § 37 RöV und § 60 StrSchV

Eine beruflich strahlenexponierte Person der Kategorie A darf im Kontrollbereich Aufgaben nur dann wahrnehmen, wenn sie innerhalb eines Jahres vor Beginn der Aufgabenwahrnehmung von einem ermächtigten Arzt untersucht wurde und dem Strahlenschutzbeauftragten eine entsprechende Bescheinigung („keine gesundheitlichen Bedenken“) vorliegt. Die Untersuchungen werden nach Anmeldung und Vorlage des Strahlenschutz-Expositionsformulars (ausgefüllt vom Strahlenschutzbeauftragten) im Betriebsärztlichen Dienst durchgeführt.

Erläuterungen für den Strahlenschutzbeauftragten zum Ausfüllen der Anforderungsformulare für Strahlenschutzuntersuchungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

zukünftig arbeiten Sie mit dem Betriebsärztlichen Dienst zusammen, wenn Sie bei uns Strahlenschutzuntersuchungen für exponierte Mitarbeiter aus Ihrem Bereich anfordern. Nehmen Sie sich im Interesse eines reibungslosen Ablaufs bitte einige Minuten Zeit, um sich die Hilfestellung zum Ausfüllen des Expositionsformulars durchzulesen:

Ihre Bestellung zum Strahlenschutzbeauftragten bringt es mit sich, dass Sie für Beschäftigte in Ihrem Zuständigkeitsbereich festlegen müssen, ob sie in Kategorie A der Röntgenverordnung oder Strahlenschutzverordnung eingestuft werden. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn eine Personendosis von mehr als 6 mSv pro Jahr überschritten werden kann. Nur in diesem Fall ist eine jährliche ärztliche Untersuchung und somit das Ausfüllen des beiliegenden Formulars erforderlich.

Kreuzen Sie in in diesem Fall oben rechts auf dem Formular bitte das Kästchen "Kat A (> 6mSv)" an. Wenn ausschließlich Röntgengeräte oder Störstrahler betrieben werden, fordern sie bitte eine Untersuchung nach Röntgenverordnung an, ansonsten ist eine Untersuchung nach Strahlenschutzverordnung anzufordern. Die Angaben über die Messergebnisse der Dosimetrie im unteren Teil des Formulars sind eine wichtige Grundlage für eine eventuelle spätere Meldung einer Berufskrankheit des strahlenexponierten Beschäftigten. Die betriebsärztliche Akte wird daher auch 30 Jahre nach dem Ausscheiden aus einer strahlenexponierten Tätigkeit im Betriebsärztlichen Dienst aufgehoben.

Bitte fragen Sie Beschäftigte, die eine Tätigkeit in Kategorie A neu anfangen, nach früherer beruflicher Strahlenexposition. In diesem Fall sollte der Nachweis über die bisher akkumulierte Personendosis vom Beschäftigten beim früheren Strahlenschutzbeauftragten angefordert werden und der Wert in das Formular übertragen. Zählen Sie bitte jedes Jahr, wenn eine erneute Untersuchung von Ihnen angefordert wird, die seit der letzten Untersuchung gemessene Personendosis zur bisher akkumulierten Dosis hinzu, so dass die Lebenszeitdosis aus der beruflichen Strahlenexposition jederzeit nachvollziehbar ist. Dieser Wert kann dann dem Beschäftigten beim Ausscheiden aus der strahlenexponierten Tätigkeit zusammen mit der Vorsorgekartei über die ärztlichen Untersuchungen in Kopie ausgehändigt werden.

Vergessen Sie am Schluss des Formulars bitte nicht Ihre Unterschrift, das Datum und Ihren Stempel, damit wir bei Rückfragen Kontakt mit Ihnen aufnehmen können.

Für Fragen zum Strahlenschutz stehen Ihnen die Betriebsärzte unter Tel. 39 -66836 zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen, auf gute Zusammenarbeit,

Kai Martin Stamer, Facharzt für Arbeitsmedizin

Ansprechpartner
Herr Stamer
Herr Kai Martin Stamer
Facharzt für Arbeitsmedizin, stellv. Leiter
Telefon:
0551-39-66836
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Expositionsformular im Strahlenschutz: Angaben zur beruflichen Strahlenexposition
Diese Formular sollte vom Strahlenschutzbeauftragten vor der Untersuchung ausgefüllt und dem zu untersuchenden Mitarbeiter/der Mitarbeiterin mitgegeben werden, so dass die Angaben zur Exposition bei der Untersuchung vorliegen.
73,75 KB / Letzte Änderung: 14.12.2016