Grippeschutz

Influenza ist keine harmlose Erkrankung

Entgegen der landläufigen Meinung ist die Influenza oder Grippe keine harmlose Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung, die jedes Jahr in Deutschland 7.000 bis 15.000 Todesopfer fordert. Die Influenza ist eine weltweit vorkommende Virusinfektion, die sich überwiegend in der kalten Jahreszeit sehr rasch ausbreiten kann. Die Erkrankung ist außerordentlich ansteckend und wird über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen) übertragen. Zu den ernsthaften Komplikationen, die auch bei jüngeren gesunden Menschen auftreten, gehören beispielsweise Lungenentzündungen sowie Herz-Kreislauf- und Herzmuskelerkrankungen.

Gerade medizinisches Personal, das täglich Umgang mit anderen Menschen hat, ist einer höheren Ansteckungsgefahr ausgesetzt und gefährdet nicht nur sich selbst, sondern im Fall der eigenen Erkrankung auch Patienten und Familienangehörige. Dabei stellt eine als Erkältung verkannte Influenza ein besonderes Risiko für die Umgebung dar.

Informationen zur Impfung

Influenza-A-Viren verändern sich häufig. Jährlich gibt die WHO ihre Empfehlungen ab hinsichtlich der Stämme, die in den Impfstoffen für die nächste Influenza-Saison enthalten sein sollen. Beim Impfstoff handelt es sich um einen Impfstoff mit nicht infektiösen Oberflächenproteinen, der gut verträglich ist. Die Erfolgsquote der Influenza-Impfung liegt bei 70 bis 80%. Sind 30 bis 35% der Bevölkerung geimpft, kann eine Ausbreitung auf weitere Bevölkerungskreise verhindert werden.

Der durch die Impfung vermittelte Schutz richtet sich ausschließlich gegen Infektionen mit Influenzaviren. Erkältungskrankheiten werden dagegen durch die Impfung nicht beeinflusst, da sie durch andere Erreger verursacht werden.

Wer sollte geimpft werden?

Jeder kann gegen Influenza geimpft werden. Empfohlen wird die Impfung für:

Wer sollte NICHT geimpft werden?

Bei akuten Infekten oder fieberhaften Erkrankungen sollte die Impfung verschoben werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Impfung kann es zu leichten Schmerzen, einer Schwellung und Rötung an der Einstichstelle kommen, gelegentlich auch zu Verhärtungen und Schwellungen der zugehörigen Lymphknoten. Ebenfalls kann es seltener nach der Impfung auch zu Allgemeinsymptomen wie Fieber, Frösteln, Übelkeit, Unwohlsein, Müdigkeit, Kopf- oder Muskel- und Gliederschmerzen kommen. In der Regel sind diese Lokal- und Allgemeinsymptome vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

Allergische Reaktionen sind nur äußerst selten beobachtet worden. In extremen Fällen (~ 1 auf 2-5 Millionen Impfungen) ist von dem Auftreten eines Guillain-Barré-Syndroms berichtet worden. Ein ursächlicher Zusammenhang konnte allerdings bisher nicht nachgewiesen werden.

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